Sulcorebutia: Ein ganz besonderer Kaktus

Sulcorebutia: Ein ganz besonderer Kaktus

Sulcorebetia-Kaktus: Alles, was Du wissen muss
Du interessierst dich für einen Kaktus, einen ganz bestimmten Kaktus, nämlich einen Sulcorebetia Kaktus? Dann bekommst du hier alle Informationen, die für dich wichtig sind. Du erfährst etwas über die Gattung allgemein, aber auch über die richtige Pflege der Pflanze, damit du deinen Kaktus zu einem der schönsten überhaupt aufpäppeln kannst.

Familie: Kaktusgewächse

Lebensraum: Boliviens Bergregionen

Kultivierung: Er ist ein empfindlicherer Kaktus als andere Arten: Er braucht besondere Aufmerksamkeit, da er dem Sonnenlicht und dem Wasser ausgesetzt ist. Er toleriert keine Temperaturen unter Null.

Standort

Mehr bringt hier in den meisten Fällen mehr. Wähle darum einen hellen Standort für deine Kakteen. Im bolivianischen Hochland sind die Pflanzen auch die meiste Zeit einer hohen Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

Allerdings musst du beachten, dass die Temperaturen hier nicht so hoch sind, wie beispielsweise in der Wüste und daher ist es wichtig, den Standort gut zu belüften.

Gewächshäuser sind nicht unbedingt nötig, die meisten Sammler geben an, dass die Sulcorebutia viel besser außerhalb wachsen. Ein Frühbeet ist jedoch zum Schutz gegen unser deutsches Wetter eine gute Idee.

Aussehen

Es gibt mehrere Arten der Gattung Sulcorebutia. Sie wachsen einzeln oder auch sprossend. Sie wachsen oben abgeflacht kugelförmig bis hin zur richtigen Kugelform.

Manche Exemplare haben kurze zylindrische Triebe mit einer eingesenkten Triebspitze. Die Dornen diese Kaktus lassen sich nicht in Mittel- und Randdornen unterscheiden. Mitteldornen sind nicht immer vorhanden. Wenn sie da sind, dann stehen sie ein bisschen ab.

Die Randdornen, in kammartiger Form angeordnet, sind nie gehakt. Es gibt drei verschiedene Erscheinungsformen der Randdornen am Trieb. Sie können anliegend sein, aufsteigend oder auch abstehend. Die Rippen sind spiralförmig angeordnet und bilden rhombisch auftretende Höcker.

Auf der Oberseite der Höcker wachsen Areolen, die ein etwas wolliges Aussehen haben. In einigen Fällen bildet sich an deren Spitze eine kurze Frucht. Die Wurzeln bilden eine verdickte Pfahlwurzel. Sie können faserig sein oder in einem Strang verdickt.

MERKMALE DER SULCOREBUTIA

Die Sulcorebutien wurden zu der Gattung Rebutia zusammengefasst, die daher durch ein Subgenre besser repräsentiert wird. Es handelt sich um kleine, kugelförmige Kakteen, die dazu neigen, sehr interessante ästhetische Kompositionen zu bilden.

Der Stamm hat keine offensichtlichen Rippen und ist stattdessen in kleinen Warzen organisiert. Die Dornen sind winzig und zahlreich und bedecken oft die gesamte Oberfläche der Pflanze.

Die Farben sind je nach Art unterschiedlich:

  • leuchtend grün
  • dunkelgrün
  • violett
  • rötlich für den Stamm
  • weiß, gelb hell oder braun für Dornen

Die Blüten sind im Vergleich zum Stamm relativ groß. Die Blütezeit tritt an der Basis der Pflanze auf, tagsüber, in rosa, rot, gelb, orange, pink, ab dem jungen Alter.

Blüten

Das Auffälligste an diesen Kakteen sind zweifelsohne die Blüten. Sie sind trichterförmig oder auch herabhängend, also mehr glocken-trichterförmig. Ihre Farben sind sehr leuchtend, mal violett, mal gelb aber auch rot, ganz selten sind sie weiß.

Einige Blüten sind geflammt. Sie entstehen ganz oft aus älteren Areolen an der Basis ihrer Triebe. Auffällige, sehr derbe Schuppen bedecken Perikarpell und die Blühtenröhre. Ansonsten bleibt beides meistens kahl.

Früchte

Die Früchte der Pflanze haben dieselbe Form, wie die Pflanze selber und sind kugelförmig oder abgeflacht kugelförmig. Sie sind sehr fest und haben wenig Fruchfleisch. Einige reißen quer auf, andere vertrocknen und wirken dann lederartig zu sein. In den Früchten befinden sich die Samen. Diese sind braunschwarz mit einer Länge von 1 bis 2 mm. Ihre Form variiert zwischen rundlich bis länglich eiförmig.

Herkunft und daraus resultierendes Substrat

Der Sulcorebutia kommt aus dem bolivianischen Hochland. Karge sehr steinige Böden bieten die richtige Pflanzgrundlage für deine Zucht. Hier gibt es nun zwei Sichtweisen – die einen Züchter schwören darauf die Pflanzen rein mineralisch wachsen zu lassen, andere mischen ein wenig Humus in das Substrat hinein.

Wenn du Humus mit in deine Pflanzen gibst, dann musst du damit rechnen deine Pflanzen alle zwei bis drei Jahre umzutopfen.

Größe der Töpfe

Die Wahl der Töpfe ist ziemlich wichtig. Je nach Größe der Pflanze solltest du einen Topf zwischen 5*5 cm und 9*9 cm wählen.

Vierkanttöpfe eignen sich besonders gut. Dabei ist es besonders wichtig, dass du einen Topf wählst, der tiefer ist als breit. Die Pfahlwurzeln gehen direkt nach unten und haben die Form einer Rübe. Mehr Platz nach unten gibt ihnen so auch mehr Platz zum Wachsen im Allgemeinen.

Gießen und Düngen

Für das richtige Wachstum der Pflanze ist es wichtig, sie zu gießen und zu düngen. Allerdings musst du dich hier an die Gegebenheiten in der Herkunftsregion möglichst anpassen. Darum reicht es aus, wenn du die Pflanzen im Sommer alle 2 Wochen einmal gießt und jedes zweite bis dritte Mal dann auch düngst. Je nach Witterung musst du diesen Zeitraum verlängern oder auch verkürzen.

Nach dem Gießen sollte der Boden einmal komplett austrocknen, bevor du Wasser hinzufügst. Die Wachstumszeit dauert in etwa von März bis in den Oktober – je nach Wetterlage mal ein wenig eher oder später.

Im Winter müssen die Pflanzen ganz trocken stehen. Nach dem Winter müssen die Pflanzen zweimal ein bisschen angegossen werden, das bedeutet, dass nur eine geringe Menge Wasser hinzugefügt wird.

Tipps für den Anbau

EXPOSITION: Wählen Sie einen Platz in der Sonne, aber achten Sie darauf, dass Sie ihn an den heißesten Sommertagen reparieren.

TEMPERATUR: Es liebt warme Klimazonen, aber für eine gute Blütezeit muss es im Winter an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Es hält keine Temperaturen unter 0 ° C.

WASSERUNG: Von April bis Oktober mäßig gießen (je nach Bedarf einmal alle 3-4 Tage) und im Winter vollständig aussetzen. Der Boden während der Trockenzeit muss trocken sein, da er sehr empfindlich auf Wurzelfäule reagiert (mehr als andere Kakteen).

BODEN: Wählen Sie einen nicht dünnen und reichen Mineralboden. Verwenden Sie Sand auf der Oberfläche, rund um die Pflanze, um das Risiko der Fäulnis zu verringern.

VERBINDUNG: Es genügt, zu Beginn des Frühjahrs mit einem bestimmten Produkt für Kaktusgewächse zu düngen.

UMTOPFEN: Die Notwendigkeit des Umtopfens hängt mehr von der Entstehung des Pinsels ab als vom Wachstum der einzelnen Pflanze, die klein bleibt. Wir empfehlen daher recht große Gefäße und sehr vorsichtig bei der Behandlung der Wurzeln zu sein.

ZUCHT: Durch Samen oder durch Pollen. Die einfachste und schnellste Methode ist es, die Sauger direkt von den Seiten der Pflanze zu nehmen, wenn sie gebildet und getrennt gepflanzt werden.

Überwintern

Beim Überwintern musst du wenig tun. Die Pflanzen stellen das Wachstum ein. Wenn du sie nun gießen würdest wie bisher, dann würden sie langsam verschimmeln oder verfaulen. Darum musst du das Gießen in dieser Zeit unbedingt einstellen.

Außerdem solltest du einen kühlen – keinen kalten – Platz finden. Temperaturen zwischen 4° und 10° Grad Celsius sind optimal.

Sollte die Temperatur kurzzeitig weiter abfallen, dann ist das aber auch kein Problem. Hier ist der Lichteinfall gar nicht so wichtig. Entweder sollten sie genügend Tageslicht bekommen oder komplett im Dunklen stehen.

Die Winterruhe solltest du beenden, sobald die ersten Frühblüher rauskommen.

Vermehrung mit Stecklingen oder als Aussaat?

Die Sulcorebutien vermehren sich einfach über Stecklinge. Allerdings gibt es auch noch eine andere Möglichkeit. Diese hat sogar einige Vorteile, denn eine vegetative Vermehrung ist nur in begrenztem Umfang möglich.

So gibt es einzelne Sorten, die in mehreren Farben vorkommen. Ziehst du lediglich die Stecklinge, so hast du die immer gleiche Farbe.

Bei der Aussaat hast du dann die Möglichkeit die ganze Farbpalette zu nutzen. So kannst du Blütenfarben von rosa bis schneeweiß bekommen. Auch die Bedrohung kann wechseln. Mit der Aussaat hast du also wirklich eine sehr große Vielfalt.

Pikieren

Das Pikieren der Jungpflanzen ist nicht immer einfach. Die Jungpflanzen sollen in sehr grobes Substrat gepflanzt werden. Das bedeutet, dass sie zunächst vom bisherigen Substrat befreit werden.

Dies Substrat solltest du nicht zu fest drücken, denn so kann sich die Pflanze besser entwickeln. Pass beim Umpflanzen auch gut darauf auf, dass du die Wurzeln nicht beschädigst.

Du solltest die Pflanze auch senkrecht in den Topf setzen, denn die Wurzel muss nach unten wachsen. Pass auch auf, dass die Pflanze nicht feucht oder nass ist.

Nach dem Umtopfen solltest du die Sulcorebetia 1 bis 2 Wochen trocken stehen lassen.

 

Schreiben Sie einen Kommentar